Klaus Motorrad Blog

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12.01.2014 - Eifel, Vulkanparkrunde

Ist das wirklich Winter oder ein frühes Frühjahr? Wie auch immer, milde Temperaturen und ein strahlend blauer Himmel laden mitten im kalendarischen Winter zu einer Motorradtour ein. Ziel ist diesmal das Gebiet um den Laacher See und Mayen. Der so genannte Vulkanpark hat viele interessante Stationen und fasziniert mich immer wieder. Es müssen gewaltige Naturereignisse gewesen sein, die dieses Gebiet bei einem Ausbruch vor nur etwa 13.000 Jahren geformt haben. Hier die gefahrene Route auf Google Maps. 

Von Bonn geht es erst einmal den Rhein entlang Richtung Brohltal. Der Ausflugsverkehr ist erheblich, und so entschließe ich mich bereits in Bad Breisig in das ruhige Hinterland abzubiegen. Über kleine Straßen geht es nach Niederzissen, wo man schon die ersten Hinweistafeln auf den Vulkanpark sieht. Weiter geht es über Wehr nach Maria Laach. Wer das uralte Kloster nicht kennt, sollte hier eine kurze Pause einlegen und es sich einmal anschauen. Bevor man kurz danach die Autobahnauffahrt erreicht, kann man links zum Campingplatz abbiegen und von dort zur Wingertsbergwand fahren. Der Weg ist leider nur für Anlieger frei und so sollte man den kleinen Umweg in Kauf nehmen, wie man ihn in der Google-Karte als Rückweg erkennen kann. Der eigentliche (Schotter)Weg zur Wingertsbergwand darf von Besuchern benutzt werden und führt vorbei an der Mondlandschaft eines großen Abbaugebiets vorbei, das aber zusammen mit so einem Motorrad durchaus photogen wirkt.


Kurz hinter dem aktiven Abbaugebiet kommt man dann zu dem gewaltigen geologischen Aufschluss der Wingertsbergwand. Fast 50 Meter hoch ist hier die Schicht aus Vulkanasche und eingeschlossenem Material. Die Informationstafeln informieren darüber, wie der Vulkanausbruch vor 13.000 Jahren ablief.


Weiter geht es jetzt über die Schnellstraße Richtung Mayen und dann an Ettringen vorbei nach St. Johann. Auf der Strecke sieht man links und rechts der Straße aufgegebene Abbaugebiete mit altertümlichen Baggern. Es lohnt sich, hier eine kurze Pause zu machen und das Gebiet etwas zu erkunden.

Von St. Johann führt eine kleine Straße nach Schloss Bürresheim. Plötzlich holt mich der Winter ein: Hinter einer Kurve liegt die Straße im Schatten und ist voll mit Rauhreif. Danach wird es noch übler: Getauter Rauhreif und danach wieder gefroren. Im Schritttempo geht es ins Nitztal hinab. Auch bei Schloss Bürresheim der Tip: Wer es noch nicht kennt, sollte es anschauen.

Von Bürresheim gibt es viele Möglichkeiten in Richtung Nürburgring / Hohe Acht zu fahren. Ich entscheide mich für die in der Sonne gelegene Strecke über Langefeld und Siebenbach, da es im Tal doch an vielen Stellen glatt aussieht. Dennoch, aufpassen muss man auch hier. Immer wieder ist es glatt. Kurz vor Langenfeld dann etwas überraschendes: Der Hinweis auf das Besucherbergwerk "Grube Bendisberg". Obwohl ich die Strecke schon oft gefahren bin, habe ich es nie gesehen. Entweder ist es ganz neu oder ich haben meine Augen immer woanders gehabt. Es führt ein kleiner Feldweg hinab und unten kann man ganz gut eine Pause im Cafe machen.


In Langenfeld biege ich ab nach Acht und von dort geht es weiter über Siebenbach zur Hohen Acht. Hier auf dem höchsten Gipfel der Eifel ist es trotz schönsten Wetters bitterkalt. Damit hatte ich in Bonn nicht gerechnet. Die Heizgriffe tun auf Stufe II ihr bestes, aber so richtig warm wird mir nicht. Auf dem Weg nach Kaltenborn dann immer wieder vereiste Stellen, wo ich im Schritttempo fahren muss. Zum Glück ändert sich das unten im Herschbachtal, wo ich auf trockener Straße bis Kessling auch mal wieder etwas zügiger durch die vielen Kurven fahren kann.

In Kesseling wollte ich ja eigentlich noch auf den Steinerberg hochfahren und dort im Bergrestaurant eine Pause machen, aber in einer knappen Stunde wird es schon dunkel und so entscheide ich mich über Ahrbrück am Cafe Ahrwind vorbei nach Hause zu fahren. 

Viele finden es schade, dass dass dieser Winter so mild ist, für mich als Motorradfahrer ist es toll. Mal schauen, was die nächsten Wochenenden so bringen.

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