Sommertour 2014

4 Wochen und 8.000 Km durch Südosteuropa

13. Juli Viel Tourismus in Bulgarien

Aus Rumänien kommend, wirkt Bulgarien richtig aufgeräumt. Häuser und Straßen sind gepflegter und Pferdefuhrwerke gibt es so gut wie keine mehr. Was aber auch sofort auffällt, ist die starke Polizeipräsenz. Auch hier sind die Leute freundlich, aber nicht so offen wie in Rumänien. Auch die Gesetzgebung scheint weniger freizügig zu sein. In Rumänien gibt es überall freie WLANs, in Bulgarien überall nur mit Zugangscode. Dennoch: Bulgarien ist, zumindest an der Küste, sicherlich das besser entwickelte Urlaubsland, Rumänien ist spannender und exotischer.






Wieder einmal sehen wir einen Turm in der Landschaft stehen. Keine Ahnung wofür er ist. Aber ein paar Meter weiter sind zwei riesige schwarze Tanks. Ob wir es auch hier wieder mit Erdöl zu tun haben? Ich werde es zuhause auf alle Fälle einmal recherchieren.






Wie auch immer. Fossile Brennstoffe sind ein Auslaufmodell. Offensichtlich wurde das auch in Bulgarien erkannt. Wie man an diesem Windpark sieht, wird hier erheblich in umweltfreundliche Energien investiert.


Kurz vor Varna wollen wir uns ein Kap ansehen, dass in meiner Karte als sehenswert markiert ist. Wir wissen aber überhaupt nicht warum. Entsprechend sind wir zunächst einmal irritiert, dass wir 500 Meter vor dem Ziel anhalten und eine Eintrittskarte erstehen müssen.

Letztlich stellt es sich als eine archäologische Städte heraus, die seit über mehr als zweitausend Jahre eine bedeutende militärisch-strategische Bedeutung hatte: Kaliakre. Ganz interessant vom geschichtlichen Hintergrund, aber sicherlich keine überwältigende Ausgrabung. Dennoch ein sehr netter Ort den man besuchen sollte.



Schon in Rumänien war mir aufgefallen, dass historische Stätten für den Tourismus aufbereitet werden. Bis zu einem gewissen Maße kann man das als Erhaltung bezeichnen, vieles ist aber wohl eher Rekonstruktion zu Show-Zwecken. Den Toreingang von Kaliakre würde ich als so eine Erhaltungsmaßnahme bezeichnen, der Bogenschütze und die Tafeln an der alten Mauer sind aber moderne Werke, die das Ganze interessanter gestalten sollen. Das ist aber nicht immer so auffällig wie hier. Für viele Besucher, vor allem für Kindern dürfte es nicht immer leicht sein da zu differenzieren.







Weit kommen wir an diesem Tag nicht mehr. Kurz hinter Kranevo soll es einen Campingplatz geben. Allerdings ist die Navigation hier nicht einfach und Bernhard schlägt vor, doch einfach mal hier im Ort nach einem Hotel zu fragen. Gesagt, getan und gleich im ersten haben wir trotz der Unmenge Touristen im Ort Glück. Sieht ziemlich luxuriös aus, und das ist es auch. Hier scheinen viele Russen Urlaub zu machen und Geld in die Region zu bringen.


Das Hotel ist top, der Preis niedrig. Meines ist es trotzdem nicht. Abends vor dem Zelt in den Himmel schauen, an der frischen Luft ein Bier genießen und später im Zelt die Geräusche der Natur mitzubekommen, ist für mich ein anderes Lebensgefühl. Motorradtour und Zelt gehört für mich zusammen. Heute ist das Zimmer aber ganz praktisch um das Finale der Fußball-WM zu sehen.


Offensichtlich nicht unwesentlich für einen Touristenort in dieser Region: Ein 24/7 Supermarkt mit Alkohol in jeglicher Form. Abends ist hier bis in die frühen Morgenstunden die Hölle los. Alles ist beleuchtet und blinkt. Überall sitzen und spazieren Menschen. Jetzt am Morgen wirkt die Straße verschlafen und aufgeräumt.



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