Sommertour 2014

4 Wochen und 8.000 Km durch Südosteuropa

22. Juli Auf nach Albanien

Heute wollen wir möglichst schnell nach Albanien kommen. Daher wählen wir zunächst einmal die Autobahn um Thessaloniki herum. Danach geht es auf die Landstraße nach Florina. Leider kommt schon morgens um 10 Uhr das erste Gewitter auf und wir müssen Regenzeug anziehen. Ausserdem ist die Temperatur seit gestern empfindlich gefallen.

Die Landschaft ist platt und uninteressant. Keine schöne Fahrt also. Hinzu kommt, dass Bernhards Motorrad zunehmend schlechter anspringt. Wir haben keine Ahnung was es sein kann, aber nach jeder Pause muss man minutenlang den Anlasser orgeln bis der Motor läuft. Zum Glück hat Bernhard eine neue Batterie ;)



Endlich erreichen wir die Berge. Die Landschaft wird schöner und die Straße bietet uns endlich wieder die ersehnten Kurven.



Auf den ersten Blick nur Landschaft pur. Aber irgendwo am Horizont sieht man Dampf aus einem Kühlturm. Die moderne Technik hat uns eingeholt. Was mag es sein? Wer weiß es?


Zumindest ist es jetzt nicht mehr weit bis in bewohnte Gebiete. Florentina ist ganz nett und bei einem leckern Huhn, das über einem Holzkohlegrill gegart wurde, stärken wir uns für die ersten Kilometer in Albanien. Zumindest denken wir das.



Zunächst einmal geht es nach dem Mittagessen einen Pass hinauf. Direkt darauf die erste Bärenwarnung. Albanien, oder zumindest das, was wir uns darunter vorstellen, kann nicht weit sein. Und weil wir so überhaupt nicht abschätzen können, was uns da so erwartet, tanken wir vorsichtshalber noch einmal die Motorräder voll. Das hat der Tankwart wohl auch nicht erwartet, denn hier fährt jeder nach Albanien zum Tanken, wo der Sprit wesentlich billiger ist.



Vielleicht aber war es auch eine tiefere Eingebung, die uns zu dieser Tankstelle gebracht hat. Denn der Tankwart spricht etwas deutsch und auch recht gut englisch. Beides werden wir in wenigen Minuten gut gebrauchen können. Nach dem Tanken nämlich springt Bernhards Motorrad überhaupt nicht mehr an. Der Zündkerzenschlüssel passt nicht und für den Abbau von Verkleidung und Tank zur Kontrolle des Vergasers fehlt uns das Werkzeug.


Es bleibt nichts anderes übrig als den ADAC anzurufen und auf Hilfe zu warten. Das dauert aber Stunden und so können wir ohne Stress die Einsamkeit der Gegend genießen. Warum auch aufregen? Aus unserem Zeitplan wird wohl ohnehin nichts mehr und dann macht diese Panne den Kohl auch nicht mehr fett.

Wir warten ......

und warten .....


Irgendwann, es ist schon fast abend, kommt der Pannen LKW. Das Motorrad wird aufgeladen und wir fahren nach Kastoria, wo es wohl eine Motorrad-Werkstätte geben soll, die alles reparieren kann.


Dort wird das Motorrad abgeladen und Bernhard bekommt das Versprechen, das es morgen früh um 9:00 wieder läuft.
Man darf auf das Ergebnis gespannt sein. Es sieht eher wie eine herunter gekommene Garage aus, auf jeden Fall nicht wie eine Werkstätte. Aber es hängen Bilder drin, die den Besitzer als Teilnehmer bei Cross-Rennen zeigen. Nicht schlecht, und er erzählt uns, das das erst neulich gewesen sei. Wir können also ganz optimistisch sein.




So gehen wir, nachdem wir ein Hotelzimmer gefunden haben, ans Seeufer und lassen es uns bei einem leckeren Essen und etlichen Retsina gut ergehen. Morgen früh werden wir wohl endlich Albanien erreichen.

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