Sommertour 2014

4 Wochen und 8.000 Km durch Südosteuropa

26. Juli Dubrovnik und die Makarska Riviera bis Sibenik

Dubrovnik ist immer wieder eine tolle Stadt. Da muss man sich einfach Zeit für nehmen, auch wenn wir schauen müssen, dass wir langsam nach Bonn kommen. Immerhin haben wir unseren Plan jetzt schon dahingehend geändert, dass wir erst am 28. ankommen wollen.





In der Innenstadt sind ungezählte Touristen. Ich kenne die Stadt noch aus der Zeit des alten Jugoslawien und dann später aus der Zeit kurz nach dem Kroatienkrieg. Damals war es hier viel ruhiger, fast schon verschlafen. Diese Zeit ist vorbei, aber dennoch wirken die vielen Besucher nicht unangenehm. Es passt irgendwie zu dieser Stadt und die touristische Infrastruktur bettet sich dezent in die alte Bausubstanz ein.


Am Hafen bieten Boote mit gläsernem Boden Ausflüge in die Umgebung an. Beim kristallklaren Wasser der Adria sicherlich ein Erlebnis. Ich kenne es aus eigener Anschauung vom Paddeln in diesen Gewässern. Oft kann man bestimmt 10 oder 20 Meter tief auf den Meeresboden schauen und sieht zwischen den Felsen jede Menge Fische schwimmen.


Wir haben uns mit dem Stadtrundgang beeilt. Aber dennoch ist es schon fast 10 Uhr als wir wieder auf unseren Motorrädern sitzen. Am Hafen sehen wir ein riesiges Kreuzfahrtschiff liegen, ähnlich wie vor einer Woche in Istanbul und wie ich es morgen in Venedig sehen werde. Ich empfinde die Dinger immer als unnötige Monster, vor allem dann, wenn sie wie in Venedig die Natur und die Stadt durch den Wellenschlag schädigen.




Es geht auf die gut ausgebaute Küstenstraße und nach kurzer Zeit kommen wir schon wieder an eine Grenze. Für ein paar Kilometer fahren wir nun durch Bosnien-Herzegowina, bevor wir wieder nach Kroatien kommen. Die gesamte Strecke von Grenzstation bis Grenzstation ist in Richtung Süden dicht. Bei dem gewaltigen Verkehr ist eine zügige Abfertigung einfach nicht mehr möglich. Was für ein Wahnsinn mitten in Europa! Man kann nur hoffen, dass der Balkan bald vollständig zu Europa und zum Bereich des Schengener Abkommens gehört.


Und schon sind wir wieder in Kroatien. Immer noch der Stau. Gut dass wir mit dem Motorrad und dann auch noch in die andere Richtung unterwegs sind. Aber noch etwas sieht man an diesen beiden Schildern. Nicht nur das Land und die Währung ändern sich, auch die Verkehrsregeln. Ich werde am Ende durch 14 Länder gereist seit. Ich glaube kaum, dass ich da überall alle Regeln kannte und richtig beachtet habe. Auch das wir ein Thema sein, das Europa in den nächsten Jahrzehnten angehen muss. Eine Homogeniserung der gesetzlichen Regelungen.


Jetzt geht es weiter über die steile Küstenstraße und durch fruchtbare Ebenen. Die Makarska Riviera ist wirklich wunderschön und nicht umsonst genießt die Küstenstraße den Ruf eine der schönsten Straßen der Erde zu sein.






Es ist verdammt heiß. Eine Pause muss her. Zunächst einmal gehen wir in ein einfaches Restaurant und das erste Mal in diesem Urlaub setzen wir uns freiwillig ins schattige Innere. Nach dem Essen müsste man jetzt eigentlich ein Schläfchen machen, aber wir suchen uns eine schöne Bucht, legen uns an den Strand und plantschen im kristallklaren Wasser.




Wieder einmal rast die Zeit. Aber wir sind nicht mehr weit von Sibenik und als wir dann noch dieses Schild sehen, beschließen wir, diesen Campingplatz zu nehmen. Genug gefahren für heute. Hier geht auch die Autobahn Richtung Heimat los. Morgen werden wir uns trennen. Bernhard fährt über die Autobahn, da er wegen anderer Termine unbedingt am Montag in Bonn ankommen muss und ich werde gemütlich über die Küstenstraße weiter nach Italien fahren und von dort ins Allgäu wo ich noch meine Mutter besuchen möchte. Dort werde ich auch Jan wieder treffen, der inzwischen in Mailand bei einem Freund ist und sich von dort zur Oma nach Buching aufmacht.

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